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Jahresbericht 2023

Der Jahresbericht der IGEB ist publiziert. Dieser gibt einen guten Überblick über die Themen, welche die IGEB im 2023 beschäftigte. Im Winter 2023 konnte glücklicherweise eine Energiemangellage verhindert werden. Die hohen Energiepreise beschäftigten die energieintensiven Betriebe und die IGEB stark. Es war ein sehr intensives Jahr mit enger Zusammenarbeit mit anderen Wirtschaftsverbänden, dem Bundesrat und den Behörden, um auf die schwierige Lage der IGEB-Mitglieder aufmerksam zu machen.

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Klimaschutz-Verordnung

Der Bundesrat hat die Konsultation zur Klimaschutz-Verordnung (KlV) gestartet, welche die Vorgaben des Klima- und Innovationsgesetzes umsetzt, das von der Bevölkerung im Juni 2023 angenommen wurde. Schlüsselaspekte umfassen ein Anreizprogramm für umweltfreundliche Gebäude, die Förderung innovativer, klimaschonender Technologien und Prozesse sowie Massnahmen zum Schutz vor den Auswirkungen des Klimawandels.

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Stromverbrauch

Die Stromversorgungssicherheit war im vergangenen Winter aufgrund der milden Temperaturen sowie der hohen Stromproduktion im In- und Ausland gewährleistet, schreibt die Eidgenössische Elektrizitätskommission ElCom. Aufgrund der ausserordentlich hohen Wasser- und Kernkraftproduktion war die Schweiz sogar Nettoexporteur. Die Winterreserve wurde daher nicht aktiviert.

Stalproduktion

Positionspapier

Die IGEB hat ein Positionspapier erarbeitet, worin die momentanen Herausforderungen der energieintensiven Betriebe aufgelistet sind. Unsere Mitgliedfirmen stehen vor einer existenziellen Bedrohung. Die Subventions- und Förderprogramme in den EU-Nachbarländern im Emissions- und Energiebereich verzerren den Markt massiv. Zudem sind die Netzkosten in der Schweiz sehr hoch und haben sich im 2023 nochmals um rund 30 Prozent erhöht.

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Gas-Abkommen

Die Schweiz kann sich dem Gas-Solidaritätsabkommen zwischen Deutschland und Italien anschliessen. Der Bundesrat hat den Vorsteher des UVEK ermächtigt, einen entsprechenden Anhang zu diesem Abkommen zu unterzeichnen. Die drei Länder vereinbaren darin, sich im Notfall mit Gaslieferungen für die Versorgung der geschützten Kundinnen und Kunden auszuhelfen. Das Abkommen wird dem Parlament zur Ratifikation unterbreitet.

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SWEET

Der Bundesrat hat die Vernehmlassung zu einer Revision des Stromversorgungs-gesetzes eröffnet. Es geht um neue Vorgaben an systemrelevante Stromversorgungsunternehmen. Sie sollen die volkswirtschaftlichen Risiken eingrenzen. Das Bundesgesetz über Finanzhilfen zur Rettung systemkritischer Unternehmen der Elektrizitätswirtschaft soll nach 2026 von anderen Regeln abgelöst werden.

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Stromversorgung

Der Bundesrat hat die Vernehmlassung zu einer Revision des Stromversorgungs-gesetzes eröffnet. Es geht um neue Vorgaben an systemrelevante Stromversorgungsunternehmen. Sie sollen die volkswirtschaftlichen Risiken eingrenzen. Das Bundesgesetz über Finanzhilfen zur Rettung systemkritischer Unternehmen der Elektrizitätswirtschaft soll nach 2026 von anderen Regeln abgelöst werden.

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CO2 binden

Mit neuen Initiativen und durchaus grossen Zielen wollen Tanja Zimmermann und Martin Ackermann Antworten auf den Klimawandel liefern. Warum dieser in erster Linie eine Wasserkrise ist, was zu dessen Bewältigung alles nötig ist und was man aus CO2 alles herstellen kann, erklären der Eawag-Direktor und die Empa-Direktorin im Interview durchgeführt durch die Empa.

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Stromreserve

Der Bundesrat will verschiedene bestehende Massnahmen zur Verhinderung einer Energiemangellage gesetzlich verankern und die Winterstromproduktion gezielt fördern. Er hat zuhanden des Parlaments die Botschaft zu entsprechenden Anpassungen im Stromversorgungs-, Energie- und CO2-Gesetz verabschiedet.

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WACC

Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) legt den WACC, den durchschnittlichen Kapitalkostensatz für Investitionen ins Stromnetz, für das Tarifjahr 2025 auf 3,98% fest. Damit liegt der WACC tiefer als im Tarifjahr 2024 (4,13%).

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Forschung ausbauen

Der Bundesrat hat die Botschaft über einen Verpflichtungskredit von 106,8 Millionen Franken für das neue Forschungsförderungsinstrument SWEETER verabschiedet. Es soll in den Jahren 2025-2036 das bestehende Programm SWEET ergänzen. Es wird Fragestellungen zur Versorgungssicherheit und den Umbau zu einem klimafreundlichen Energiesystem bearbeiten.

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Vernehmlassung

Der Bundesrat hat die Vernehmlassung zu verschiedenen Verordnungsrevisionen im Energiebereich eröffnet. Damit werden die Verordnungen an das vom Parlament im September verabschiedete Bundesgesetz über eine sichere Stromversorgung mit erneuerbaren Energien angepasst. Gesetz und Verordnungen sollen am 1. Januar 2025 in Kraft treten, falls die Stimmbevölkerung das Gesetz in der Volksabstimmung vom 9. Juni 2024 gutheisst.

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Gas Sparziel

Die Schweiz wird das freiwillige Gassparziel von 15% bis Ende März 2024 voraussichtlich erreichen. Von Oktober bis Dezember 2023 wurden bereits rund 71% der angestrebten Gesamtmenge eingespart. Die Schweiz trägt so solidarisch zum Gassparziel der EU-Mitgliedstaaten bei, um Engpässe bei der Energieversorgung zu verhindern. An seiner Sitzung vom 31. Januar 2024 wurde der Bundesrat über den Zwischenstand zum Gassparziel informiert.

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Kritik EFK ist falsch

Die Kritik der Eidgenössische Finanzkontrolle (EFK) am System der Zielvereinbarungen zur Reduktion von Treibhausgasemissionen ist inhaltlich und methodisch falsch. Bei den Reduktionsleistungen, die aufgrund einer Vereinbarung mit der EnAW zustande kamen, handelt es sich um tatsächlich realisierte Emissionsreduktionen von in der Schweiz produzierenden Unternehmen.

Athmosphere

Atmosphäre säubern

Um unsere Klimaziele zu erreichen und irreversible Veränderungen des Klimasystems zu verhindern, müssen wir nicht nur unsere Treibhausgasemissionen eindämmen, sondern auch überschüssiges, vom Menschen verursachtes CO2 wieder aus der Atmosphäre entfernen. Das ist das Ziel einer neuen gross angelegten Forschungsinitiative der Empa, «Mining the Atmosphere».

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Winterreserve

Als Reaktion auf das Risiko einer Energiemangellage und zur Stärkung der Energieversorgung im Winter hat der Bundesrat 2023 die Winterreserve- verordnung in Kraft gesetzt. Diese regelt den Einsatz der Wasserkraftreserve und einer ergänzenden Reserve bestehend aus Reservekraftwerken, gepoolten Notstromgruppen und Wärme-Kraft-Koppelungsanlagen.

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Stromsystem

Die Penta-Länder wollen die Entwicklung einer nachhaltigen Energiezukunft vorantreiben, informiert das UVEK. Bundesrat Albert Rösti hat in Brüssel gemeinsam mit den Ministerinnen der im Pentalateralen Energieforum vertretenen Länder eine entsprechende Erklärung verabschiedet. Sie beinhaltet die gemeinsame Vision, ihr Stromsystem bis 2035 zu dekarbonisieren.

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Mangellage

Falls es im Winter zu einer Mangellage kommt, können Grossverbraucher mit Standorten in verschiedenen Verteilnetzen in der Schweiz (Multisite-Kunden) die ihnen zugeteilten Kontingente eigenverantwortlich summieren und verteilnetzübergreifend verwenden. Dafür müssen sie sich vorgängig beim VSE registrieren. Jetzt kann die Registrierung vorgenommen werden.

Windenergie

Monitoringbericht

Der Umbau der Schweizer Energieversorgung schreitet voran, informierte der Bundesrat. Das zeige der fünfte Monitoringbericht. Es brauche jedoch weitere Anstrengungen, um die Inlandproduktions- und Verbrauchsziele zu erreichen. Mit dem Bundesgesetz über eine sichere Stromversorgung mit erneuerbaren Energien sollen per 1.1.2025 teilweise höhere verbindliche Produktions- und Verbrauchszielwerte in Kraft treten.

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Notstromgruppen

Der Bund hat mit EWZ, Primeo Energie, VGT, BKW und CKW Verträge unterzeichnet. Die Unternehmen werden im Auftrag des Bundes als Pooler das nationale, virtuelle Reservekraftwerk aus Notstromgruppen, das derzeit über rund 135 Megawatt Leistung verfügt, weiter ausbauen. Besitzerinnen und Besitzer von Notstromgruppen, die ihre Anlagen freiwillig gegen eine Entschädigung zur Verfügung stellen möchten, können sich bei den Poolern anmelden.