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Über uns
Die IGEB und ihre Mitglieder steigern ihre Energieeffizienz und übernehmen Verantwortung für die Umwelt.
Wirtschaftlich tragbare energie- und klimapolitische sowie infrastrukturelle Rahmenbedingungen sind eine wichtige Grundlage für energieintensive Unternehmen. Diese gelten als Voraussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Vergleich. Dafür setzt sich die IGEB ein.

Die IGEB wurde im Jahre 1997 als einfache Gesellschaft lanciert und 2012 als Verein “IGEB Interessengemeinschaft Energieintensive Branchen” formell gegründet. Die IGEB steht für Branchen und Betriebe, welche ihre Verantwortung im Bereich der Reduktion von Treibhausgasen und der Steigerung der Energieeffizienz wahrnehmen. Sie setzt sich für verlässliche und wirtschaftlich tragbare energie- und klimapolitische sowie infrastrukturelle Rahmenbedingungen ein. Diese gelten als Voraussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit der energieintensiven Branchen im internationalen Vergleich. Ihre volkswirtschaftliche Bedeutung erhalten die IGEB-Betriebe, indem sie grosse Mengen Recyclingmaterial (Altpapier, Altglas, Altmetall) als Rohstoffe einsetzen und sich so dem Umweltschutz verpflichten. Als Arbeitgeber von über 7’500 Mitarbeitenden, Recycler der Nation, Umsatzträger und Steuerzahler sowie bedeutender Energiebezüger leisten die Branchen und Betriebe der IGEB einen substantiellen Beitrag zum Erhalt der Schweizer Basisindustrien. Die IGEB setzt sich dafür ein, dass energie- und industriepolitisch richtige Entscheide gefällt werden, welche die Bedürfnisse der Schweizer Industrie berücksichtigen.

Die Bedeutung der energieintensiven Branchen als Hersteller von innovativen Grundstoffen für die gesamte Wertschöpfungskette ist gross. Ohne Zement und Ziegel sind bauliche Fortschritte und energieoptimierte Häuser nicht vorstellbar. Ohne Glas würden nicht nur hochreine Verpackungen fehlen, es gäbe auch manche Beschichtung nicht und keine hochisolierenden Fenster. Ohne Stahl wäre vieles nicht möglich, was wir zu den technischen Errungenschaften zählen. Und ohne Papier wäre das kulturelle Gedächtnis und Leben massiv limitiert, wenn nicht sogar teilweise inexistent. Ganz abgesehen davon, dass in jedem Smartphone Spezialpapiere unter anderem im Display enthalten sind. Zudem wären ohne Basischemie ganze Wertschöpfungsketten in Chemie und Pharma nicht denkbar. Eine nachhaltige Energieversorgung mittels erneuerbarer Energien stellt vor allem jene Industrien vor grosse Herausforderungen, die sehr viel Energie benötigen. Höhere Energiepreise und neue Abgaben steigern bei energieintensiven Betrieben die Kosten rasch. Denn die physikalischen Prozesse sind kaum zu ändern und Sparmöglichkeiten in den Kernprozessen sind praktisch keine mehr vorhanden.

Strom- und Gasverbrauch der IGEB-Mitglieder
Branchenverbände in der IGEB
Ziegel
Ziegelindustrie

Die Ziegelindustrie Schweiz setzt sich für die einheimische Baukultur mit Backsteinen und Dachziegeln ein. Der Verband wurde 1874 gegründet und verbindet althergebrachte Tradition mit modernem Wissen. Auf dieser Grundlage entstehen Produkte auf allerhöchstem Qualitätsniveau, die für den Bau wesentlich sind.

www.ziegelindustrie.ch

Giesserei
Giesserei-Verband

Zum Giesserei-Verband der Schweiz (GVS) gehören Eisen-, Stahl-, Leichtmetall-, Buntmetall- und Druckgiessereien. Gussprodukte sind unentbehrlich und das Giessen wird auch in Zukunft ein unverzichtbares Herstellungsverfahren bleiben. Aus flüssigem Werkstoff entsteht beim Giessen nach dem Erstarren ein festes Produkt einer bestimmten Form.

www.giesserei-verband.ch

Papier
Papier-, Karton- und Folienhersteller

Aktuell beschäftigen die Unternehmen der Schweizer Papierindustrie 2000 Mitarbeitende und produzieren jährlich rund 0.9 Millionen Tonnen Papier unterschiedlichster Sorten. In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich die Papierindustrie weltweit und in der Schweiz verkleinert und Produktionsstandorte wurden teils ins Ausland verlegt. Die verbleibenden Schweizer Papierfirmen schaffen Arbeitsplätze im Inland und verwerten Altpapier.

www.spkf.ch

Glas
Vereinigung Glasfabriken

Die Vereinigung schweizerischer Glasfabriken mit Sitz in Bülach wurde am 2. Mai 1931 gegründet. Sie wahrt die gemeinsamen Interessen der Glasindustrie in der Schweiz und befasst sich vor allem mit Fragen der Handelspolitik. Dies beinhaltet den Aussenhandel, die Zollprobleme, Integrationsfragen und Statistiken. Weitere Tätigkeitsschwerpunkte sind die Koordination in Umweltfragen sowie verschiedene Massnahmen im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.

Weitere Branchen
Zement
Stahl und Metall
Span- und Faserplatten
Chemie und Gas
Nahrungsmittel
Schaumglasschotter
Arbeitsgruppe Energie

Innerhalb der IGEB hat sich die Arbeitsgruppe Energie formiert. Die Mitglieder besprechen im kleinen Rahmen die Herausforderungen der energieintensiven Industrie und erarbeiten Massnahmen. Hier geht es um aktuelle Themen im Energiebereich, wie die Energiemangellage, die Energiepreise, die Infrastruktur und Pflichtlager für Strom und Gas sowie weitere Themen. Die Energiepreise und immer höheren Netzkosten können für unsere Mitgliedfirmen ein existenzielles Problem darstellen. Hat beispielsweise ein Stahlwerk einen Stromverbrauch von rund 400 Gigawattstunden pro Jahr, verursacht schon eine Preiserhöhung von einem Rappen Mehrkosten von 4 Millionen Schweizer Franken pro Jahr. Dies entspricht Lohnkosten von rund 40 Mitarbeitenden. Werden dann noch Mitbewerber in den EU-Nachbarländern durch subventionierte Energiepreise unterstützt, können diese ihre Produkte preiswerter anbieten und verzerren den Markt zusätzlich.

Der Energiekonsum unserer Mitglieder ist nicht selbstverschuldet, sondern in deren energieintensiven Produktion begründet und unterliegt physikalischen Gesetzen. Unsere Mitgliedfirmen fördern die Schweizer Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit, indem sie grosse Mengen Recyclingmaterial (Altpapier & Karton, Altglas, Altmetall) als Rohstoffe einsetzen. Sie verhindern damit klimaschädigende Importe. Müssten diese Recyclingaufgaben ins Ausland verlagert werden, würde dies Unmengen zusätzlicher LKW-Fahrten und dementsprechende Umweltbelastungen zur Folge haben.

Die Arbeitsgruppe Energie versucht die Lage der energieintensiven Betriebe in kleinen Schritten zu verbessern. Im Moment sind neben den subventionierten Energiepreisen in den Nachbarländern auch deren Unterstützung durch Grenzausgleichssystemen ein grosses Thema. Sie schirmen ihre Industrie durch Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM) vor ausländischer Konkurrenz ab, welche im Klimaschutzbereich nicht dieselben Anforderungen erfüllen müssen. Die IGEB fordert äquivalente Ausgleichsmassnahmen für die energieintensiven Industrien, um das Marktungleichgewicht durch die Wirtschaftssubventionen der EU zu kompensieren.

Nicht nur die Energiepreise auch die Netzkosten sind ein wichtiges Thema in der Arbeitsgruppe Energie. Denn diese werden laufend erhöht und müssen durch die Energiebezüger bezahlt werden. Neuerdings müssen die Firmen einen Beitrag an die Winterreserve zahlen zur Unterstützung der Reservekraftwerke, Notstromgruppen und Wasserreserve. Um den Werkplatz Schweiz attraktiv und wettbewerbsfähig zu halten, empfiehlt die IGEB, temporär die kostensteigernden Netzgebühren und Energieabgaben für die Schweizer energieintensiven Firmen auszusetzen. Weiter ist die Eigenkapitalverzinsung WACC, der durchschnittliche Kapitalkostensatz für Investitionen ins Stromnetz, im Vergleich zu der momentanen Zinssituation an den Kapitalmärkten viel zu hoch. Das UVEK erhöht den WACC im Jahr 2024 um 0,3 auf 4,13 Prozent. Die IGEB möchte, dass die Marktrisikoprämie und entsprechend auch der WACC reduziert wird.

Die IGEB hat ein Positionspapier erarbeitet, worin die momentanen Herausforderungen der energieintensiven Betriebe aufgelistet sind.

Vorstand
Geschäftsstelle
Carla-Hirschburger-grosser Ausschnitt
Carla Hirschburger
Geschäftsführerin
Claudia-Walker-geschn
Claudia Walker
Marketing und Assistenz
Revisionsstelle
Jahresbericht 2023
Statuten
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